Eine gewisse Engstirnigkeit gehört wohl dazu, wenn man Internetportale baut.
- Kommentar bei turi2, 2007
Worum geht’s denn?
Auslöser: »Der Trend ist eindeutig: Websites in Deutschland gehen in die Breite. Und zwar auf 1.000 Pixel. [..] Viel Spaß also mit dem Web auf breiter Basis.« (Turi)
Einspruch: Der durchschnittliche Viewport von Webnutzern wird kleiner, nicht größer. Und: Internetportale sind 1999.
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4 Kommentare
1
Dirk Schürjohann (Autor)
Ich muss mich nochmal ergänzen, damit’s nicht falsch verstanden wird:
Internetportale in der Form sind 1999. Und damit meine ich die breite Form. Das Zusammenstauchen von Content in mehrere Spalten, das Gerangel um Aufmerksamkeit und Priorität, der Verlust der Timeline (Ungüngstig, wenn’s um Nachrichten geht) und das vermeindliche Auseinanderziehen des Nutzerinteresses.
Viel besser, weil konsequent linear: Heise.
Und das waren sie schon lange vor 1999.
2
Jens Meiert
Interessante Formulierung, klingt so schön euphemistisch. Auch wenn man die Frage seit Beginn des “1.000+”-Trends (logischerweise) immer seltener stellen muss, so ist immer noch legitim, zu hinterfragen, ob sich alle Seitenbetreiber der Konsequenzen in bezug auf die Nutzerseite wirklich bewusst sind. Ich konnte (und kann auch jetzt) mich nie des Verdachts erwehren, dass entsprechende Seiten keine Zahlen zur Fensterbreite der Besucher erfassen, geschweige denn versuchen, den Effekt dieser “verbreiterten” Seiten zu messen. Das ist vielleicht noch nicht mal ein analytischer Aspekt, sondern vielmehr einer des “gesunden Menschenverstands”. Wie auch immer.
Nebenbei, kleiner Typo in “browse though” (du kannst diesen Hinweis dann auch gerne entfernen).
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Dirk Schürjohann (Autor)
Entschuldige Jens, ich hatte deinen Kommentar irgendwie übersehen. Oder euphemistisch ausgedrückt: Ich habe jetzt 2 Monate an einer Antwort überlegt ;)
Ich denke auch, dass Seitenbetreiber in der Regel keine solide Grundlage außerhalb ihres Bauchgefühls und ihres Menschenverstands haben, um alle Auswirkungen ihres Umstiegs auf breite Seiten zu erkennen.
Diese breiten Seiten sind aus Nutzersicht vermutlich häufig ungeschickt, aber ich kann in gewisser Weise auch nachvollziehen, wenn ein Inhaltsanbieter glaubt, es sei sinnvoller für ihn, in die Breite zu gehen um mehr Platz für Inhalte zu schaffen.
Wir glauben ja auch, dass es sinnvoll und notwendig ist, Autos für 30.000 EUR zu kaufen (Wert aus der Luft gegriffen), und dass diese Autos möglichst viel Hubraum haben müssen, um komfortabel zu sein.
Wir kriegen ganz einfach das, was wir verdienen. Jeder seins.
4
Dirk Schürjohann (Autor)
Ach, und danke für den Hinweis auf den Schreibfehler! Hab’s verbessert.
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