In tristan Zeiten, so wie jetzt im Herbst/Winter, kann man auch mal über unangenehme Dinge sprechen. Über SEO (engl. Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) und Spam zum Beispiel.
Einmal ein Suchmaschinenoptimierer sein:
Hahner im Korb
<h2>
<em>
Einmal der <a href="http://spam-lexikon.xx">
<strong>Hahner</strong>
</a> im Korb sein.
</em>
</h2>
Das ist HTML und ergibt in einem Weblog verwendet etwa das hier:
Einmal den Hahner im Korb haben.
Moment, wurde da nicht was verzerrt? Natürlich, aber das gehört dazu, wenn’s um SEO geht. Und auch ein anderer Punkt wird vielleicht deutlich: was für Suchmaschinen gut ist, muss nicht auch für Menschen gut sein. Oft ist es sogar andersrum: Menschen können darunter leiden, wenn nicht für sie, sondern für Maschinen geschrieben wird.
Entschuldigung..
Falls du als Leser nun keine oder nur wenig Vorstellung davon hast, worum es hier eigentlich geht, mag der gerade genannte Punkt bestätigt worden sein: es liegt am SEO. Denn dieser Eintrag wurde für Maschinen geschrieben, und nicht für Menschen. Damit möchte er allerdings eine Ausnahme bleiben.
(Human Optimization, the next big thing? And is anyone concerned about this post not being available in English?)
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10 Kommentare
1
Tadeusz Szewczyk
Vor Allem ist es wichtig zwischen Hahn und Wolf unterscheiden zu können also auch zwischen Spam und SEO. Die meisten deutschen Blogger scheint an dieser Untersheidung, wie im übrigen auch einieg SEOs.
Seiten wie Die Zeit, New York Times, Focus Online, alle nutzen SEO intensivst. Die Blinden sehen aber nur das was sie vor den Kopf stößt, also Spam und weil da kein Schuldiger zu finden ist, wird gleich der nächstbeste gesucht, wenns nicht der Jude ist, dann der SEO.
2
Tadeusz Szewczyk
“scheitern” statt “scheint”
3
Dirk Schürjohann (Autor)
Tadeusz, mir ist nicht bekannt, dass Zeit, NYT oder Focus Kommentare in Weblogs ohne nofollow hinterlassen.
Man sollte vielleicht differenzieren, ob auf Seiten eines Inhaltsanbieters Maßnahmen getroffen werden, ein Webangebot nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen lesbar und verwertbar zu machen – Suchmaschinenoptimierung –, oder ob es darum geht, allein aufgrund des hohen Rankings auf einer fremden Website einen Link zu hinterlassen – Spam.
Die Sache mit den Blinden, den Juden und den Schuldigern habe ich nicht verstanden. Vielleicht magst du nochmal konkretisieren?
Und ja, natürlich ist der SEO schuld, wenn er im Zuge seiner »Optimierungsmaßnahmen« dafür gesorgt hat, dass sich ein Webangebot für Menschen verschlechtert hat. Dann hat er nämlich einen schlechten Job gemacht: Websites werden für Menschen gemacht, nicht für Maschinen.
4
Dirk Schürjohann (Autor)
Interessantes Zitat übrigens. Umso wertvoller, wenn man bedenkt, dass Blinde in der Regel eine ausgeprägte Fähigkeit haben, zu selektieren.
5
Robert
Ich kann nichts grob Aufregendes an der Geschichte finden, außer dem wieder mal geführten Nachweis, dass uns allen Google mit der Einführung des nofollow-Attributs nicht wirklich geholfen hat. Wenn ein System finanziell lohnende Manipulationen erlaubt, werden sich Manipulatoren finden
Wenn nofollow verwendet wird, wird’s von den Robokommentatoren ignoriert, und wer’s nicht einsetzt, ist dann in der ehrenamtlichen Jury-Position und darf darüber entschieden, ob der gerade eingetroffenen Kommentar nur banal ist oder schon absichtsvolles Gespamme.
Hahner-seits wurde ich zwei Mal gelistet mit einen zweifelhaften Anstieg der Popularität meiner jüngeren Blogposts und einer wertvollen Erkenntnis: Es gibt in Deutschland Menschen, die von ihren Eltern “Hunde” oder “Rechtsschutz” getauft wurden.
Arme Kerle…
6
Dirk Schürjohann (Autor)
Robert, ich finde es in gewisser Weise aufregend, weil ich zum einen höchst ungern mit Nullcontent im Netz konfrontiert werden mag, der z.B. aus vielen Blogkommentaren tropft, und weil wir zum anderen das Weblog für den Film »Sieben Mulden und eine Leiche« betreuen, das dank PR6 ebenso wie du mit deinem Blog ganz oben in der Kindergarten-SEO-Liste steht, die neulich veröffentlicht wurde. Kommentatoren namens »Hunde« und »Rechtschutz« waren also nicht nur bei dir ;)
7
henry
nur ne ganz blöde frage zwischendurch: was soll das ganze seo-gequassel? ordentlicher content (nicht rss-gesammle) – und man braucht sich keine sorgen über google & co machen…
8
Dirk Schürjohann (Autor)
Henry, das »SEO-Gequassel« will (ziemlich undurchsichtig für Leser) sagen, wie nervig es Spam findet, und es will Suchmaschinen direkt vor den Kopf stoßen, wo begleitende Literatur zu finden ist – nämlich an der Blogbar. Und dort wird dann auch etwas verständlicher erklärt, worum es eigentlich geht.
Die Undurchsichtigkeit dieses Eintrags hat jedoch auch eine gewisse Absicht – nämlich aufzuzeigen, dass Menschen und Suchmaschinen Inhalte ganz unterschiedlich erfassen und verwerten: der typische Leser wird – so wie du – eher wenig mit dem Eintrag anfangen können, während die Suchmaschine recht eindeutig »versteht« (bzw meint zu »verstehen«), worum es geht. Ein paar Keywords, wenige Links, einige Betonungen.. ergeben einen verzerrten, aber sehr gewichtigen Content.
9
Donald Swain
I enjoy your site very much.
10
Dirk Schürjohann (Autor)
Thank you,
RobertDonald ;)Kommentar hinterlassen